„Vier, drei, zwei, eins …“ Der Countdown ertönte direkt von der Kinderkrebsstation aus. Denn dort oben am Fenster des Eltern-Kind-Zentrums Prof. Hess hatten sich einige Patienten und Angehörige versammelt, um den Start des ersten Bremer Laufs zum Weltkinderkrebstag am 15. Februar zu beobachten. Ein Mädchen zählte die Zahlen runter. Dann starteten mehr als 30 Läuferinnen und Läufer zu ihrer Runde, um für erkrankten Kinder und Jugendliche ein Zeichen zu setzen.
Zu den Teilnehmenden zählten Familienangehörige, Klinikbeschäftigte sowie sogar eine ehemals betroffene Person. Die Rückmeldungen seien durchweg positiv gewesen, vor allem von Seiten der Familien, berichtet Organisatorin Birte Eichhorn. Besonders emotional wurde es, als sich eine Mutter, die für ihren Sohn mitgelaufen war, im Anschluss noch einmal ausdrücklich bedankte.
Die Teilnehmenden konnten zwischen zwei Varianten wählen: Eine Gruppe absolvierte die Strecke im Joggingtempo, während die andere gemeinsam ging. Im Mittelpunkt stand jedoch nicht die sportliche Leistung, sondern das Miteinander. „Uns war besonders wichtig, dass alle mitlaufen können, die Lust dazu haben – unabhängig von ihrer sportlichen Fitness“, betont Birte Eichhorn. „Es geht nicht um Zeiten oder Distanzen, sondern darum, Spaß zu haben und gemeinsam Präsenz zu zeigen.“ Ganz besonders wurde der Lauf auch vom Elternverein „Leukämie und Tumorerkrankte Kinder Bremen e.V.“ unterstützt und sorgte im Anschluss zum Beispiel für Essen und Getränke. Gemeinsam habe man laut Birte Eichhorn darauf geachtet, dass möglichst gemeinsam gelaufen wird. Initiiert hatte die Aktion die Uni Göttingen, die ebenfalls einen Lauf vor Ort organisierte und auch andere Kinderkrankenhäuser dazu aufrief, eigene lokale Läufe zu organisieren. So folgten neben Elki in Bremen zum Beispiel auch Krankenhäuser in Stuttgart, Essen und Lübeck.
Nach dieser gelungenen Premiere kann sich Eichhorn gut vorstellen, den Lauf im nächsten Jahr zu wiederholen. Denkbar wären eine größere Veranstaltung und noch mehr Werbung im Vorfeld. Das Grundprinzip – gemeinsam laufen, Aufmerksamkeit schaffen, Solidarität zeigen und Betroffenen Mut machen – soll jedoch bestehen bleiben. Der erste Lauf zum Weltkinderkrebstag war somit nicht nur sportlich ein Erfolg, sondern vor allem ein starkes Zeichen der Gemeinschaft und Unterstützung














