Viel Eingewöhnungszeit brauchte Fabian Müller nicht. Schließlich ist das Klinikum Bremen-Mitte und insbesondere der Zentral-OP seit mittlerweile neun Jahren sein berufliches Zuhause. Der gelernte Gesundheits- und Krankenpfleger arbeitete erst in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, danach in der Urologie und später in der OP-Koordination. Seit Anfang des Jahres nun hat er die Leitung des Zentral-OPs übernommen. Als neuer OP-Manager – zunächst einmal kommissarisch – ist er mit 33 Jahren bereits in jungen Jahren Leitungskraft im Klinikverbund.
"Das strategische Arbeiten liegt mir, nun kommt mit der neuen Position noch etwas mehr Verantwortung dazu. Aber das mag ich und ich gehe die Aufgabe mit viel Leidenschaft an", sagt Fabian Müller. Gerade erst im Dezember vergangenen Jahres hat er seine Weiterbildung an der IHK zum OP-Manager abgeschlossen. Davor war er bereits drei Jahre als Koordinator an der Seite seines Vorgänger Jens Pioch im OP-Management tätig. Und nun – nachdem dieser das Unternehmen zum Ende des Jahres verlassen hatte – ist er selbst in dessen Fußstapfen getreten. Es ist eine Aufgabe, die er mit viel Herzblut angeht. "Die Geno und das Klinikum Bremen-Mitte sind für mich auch eine emotionale Angelegenheit. Ich fühle mich hier wohl und bin gerne hier", sagt Fabian Müller.
Verantwortung übernehmen liegt ihm
Fabian Müller hat 2017 seine Pflegeausbildung in seiner Heimatstadt Osterholz-Scharmbeck abgeschlossen. Danach ging es für ihn beruflich in Bremens größtes Krankenhaus, arbeitete in den OP-Sälen der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Urologie. Zudem absolvierter er erfolgreiche die Fachweiterbildung zum Fach-OP-Pfleger. "Ich habe dann schnell herausgefunden, dass mir auch die Arbeit im Organisatorischen sehr liegt, ich künftig mehr Verantwortung übernehmen möchte", sagt Fabian Müller.
Neben den strategischen Komponenten und der Personalplanung, die nun unter anderem zu seinen Aufgaben gehören, legt Fabian Müller viel Wert auf Teamentwicklung. "Egal ob Anästhesie oder OP-Pflege: Es geht mir vor allem darum, dass wir uns als ein OP-Team verstehen. Diesen Gedanken möchte ich hier weiter stärken, denn das Team hier ist großartig."
Mit dem Job als OP-Manager ist er in einer besonders spannenden Position innerhalb des Klinikums. Der Zentral-OP mit seinen 16 Sälen ist das Herzstück eines Krankenhauses – nicht nur wirtschaftlich. Er berührt und verbindet verschiedene Kliniken und Bereiche miteinander. Chirurgische Disziplinen, Traumzentrum, Transplantationszentrum, Onkologisches Zentrum - sie alle sind auf einen reibungslos funktionierenden OP-Betrieb angewiesen. „Und dafür schaffen wir im OP-Management die Voraussetzungen“, sagt Fabian Müller.
Hinzu kommt der Blick in die Zukunft: die verstärkte Ambulantisierung von Operationen, die Zusammenführung von KBM und KLDW, der Fortschritt in der Digitalisierung und im Bereich der KI. "Das ist eine sehr spannende Zeit und ein tolles Aufgabenfeld", sagt Müller. Und bei allem, was entschieden wird, ist es ihm wichtig, sein Team mit einzubeziehen. "Da ist eine gute Kommunikation ein wichtiger Faktor, damit jeder im Team nachvollziehen kann, warum wir welchen Weg gehen."
Kampfsport und Football als Ausgleich
Auch privat fühlt sich Fabian Müller sehr wohl in Bremen. Er hat hier ein Haus gebaut, lebt dort mit seiner Freundin zusammen. In seiner Freizeit findet er im Kampfsport mit Boxen und Kickboxen ein guten Ausgleich. Zudem spielte er seit vielen Jahren American Football im Team der Bremen Bulls in der Landesliga. "Als Quarterback - also sozusagen auch auf einer Leitungsfunktion", sagt er mit einem Schmunzeln. Schließlich müsse man in der Position ebenfalls den großen Überblick über das Spielfeld halten und schauen, wie man seinen Teamkollegen am besten einsetzt und ihnen auch den Rücken frei hält. Eigenschaften, die er im übertragenen Sinne nun auch noch stärker im Berufsleben einsetzen kann.














