Gesundheit Nord Klinikverbund Bremen

„Die größte Motivation für mich ist die Dankbarkeit"

Kolleginnen & Kollegen

Fünf Integrationsbeauftragte in unseren Häusern helfen den „Internationals“ beim Ankommen und Eingewöhnen. Sie kennen sich mit allen Fragen rund um Stationsalltag, Anträge, Wohnungssuche und Sprachförderung aus, sind bei den Online-Einstellungsgesprächen dabei, machen selbst Workshopangebote und haben immer ein offenes Ohr für Kummer und Sorgen. Dabei fungieren sie als Bindeglied zwischen Direktion, Station und den Internationals. Wir haben mit zwei von ihnen, Sabrina Brandt aus dem LDW und Tatjana Bechthold aus dem KBM, über Willkommenskultur, Alltagshilfe und Herausforderungen gesprochen.

 

Sabrina Brandt ist Integrationsbeauftragte am LDW und Trainerin für Teamentwicklung und Integration. Die ausgebildete Pflegefachkraft und Praxisanleiterin weiß, worauf es bei der Arbeit auf den Stationen im Alltag ankommt. Und sie kennt die Situation der neu Ankommenden. „Integration passiert nicht nur auf einer Seite“, sagt sie. Deshalb machen sie und ihre Kolleginnen und Kollegen in den anderen Häusern sowohl Workshops für die bestehenden Teams als auch für die Internationals, um das interkulturelle Verständnis zu fördern und die Vielfalt in der Pflege als Chance für die Stationen zu vermitteln. „Die Internationals kommen gut ausgebildet hierher und haben meist einen akademischen Hintergrund, aber die Unterschiede in den Pflegsystemen sind zum Teil sehr groß“, so Brandt. Da gäbe es viele Ansatzpunkte bei der Workshop-Planung. 

Der Alltag der Integrationsbeauftragten ist indes nie so ganz voraussehbar. Ihre Türen stehen meistens offen und die Themen, die die Internationals mitbringen, sind vielfältig. Mal geht es um den Aufenthaltstitel, mal um den Zuzug der Familie, mal um Formulare und bevorstehende Behördengänge, mal geht es um Heimweh und Einsamkeit. Dann ist Zuhören, Beistand und „einfach da sein“ wichtig und das gemeinsame Entwickeln von Perspektiven. 

„Wir wollen hier eine gute Willkommenskultur leben und wirklich für die Menschen da sein“, sagt Sabrina Brandt. Dazu gehörten auch viele sehr persönliche Gespräche über Erlebtes, über Sorgen und Hoffnungen. „Und natürlich zittere ich auch bei jeder Prüfung mit“, fügt sie noch lachend hinzu. 

„Hier ist kein Tag wie der andere und das macht die Aufgabe so spannend“, berichtet auch Tatjana Bechthold aus dem KBM. Sie war vor ihrer Elternzeit schon im Geschäftsbereich Personal für das Auslandsrecruiting zuständig und hat den Bereich mit aufgebaut. Auch damals hat sie – wie heute gemeinsam mit ihrem Kollegen Marco Jopp für das KBM – die internationalen Pflegekräfte mit vom Flughafen abgeholt, sie in die angemieteten und eigens ausgestatteten Appartements gebracht, sich um Anträge und die Vorbereitungen für die Anerkennungslehrgänge gekümmert. 

Und dennoch erlebt auch sie noch Überraschungen – Anträge, die sie noch nicht kennt oder Fragen, auf die sie spontan keine Antwort hat. „Zum Glück sind wir Integrationsbeauftragten alle gut vernetzt und können uns schnell von den Kolleginnen und Kollegen Unterstützung holen“, sagt Tatjana Bechthold. Und das empfindet auch Sabrina Brandt so: „Die Anforderungen sind so komplex, dass man auch selbst ständig noch dazulernt.“

In gemeinsamen Arbeitstreffen stimmen die beiden sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen über Strukturen und Eingliederungsprozesse ab, planen aber auch konkrete Veranstaltungen wie die Willkommenswoche, gemeinsame Freizeit-Aktivitäten oder Workshops zu Pflegthemen, die von praktischer Pflege am Bett bis hin zum Austausch über unterschiedliche Berufskulturen reichen. Dabei ist es den Integrationsbeauftragten wichtig, dass die internationalen Kolleginnen und Kollegen von den jeweiligen Erfahrungen profitieren und sich vernetzen, aber auch in der deutschen Sprache noch vertrauter und sicherer werden. 

Trotz der Vielfalt der Themen, der verschiedenen Anforderungen und manchmal auch großen Herausforderungen, sind die beiden Integrationsbeauftragten sehr zufrieden mit ihrer Tätigkeit. Es mache einfach Spaß, es werde auch viel gelacht und man sehe, wie sich die Kolleginnen und Kollegen immer besser zurechtfänden. Das sei so schön. „Die größte Motivation für mich ist die Wertschätzung Dankbarkeit der neuen Kolleginnen und Kollegen “, sagt Sabrina Brandt und dem kann sich auch Tatjana Bechthold nur anschließen.

Die fünf Integrationsbeauftragten bilden gemeinsam mit Vanessa Köhler und Sarah Trede der Auslandsrekrutierung und einem eigenen Wohnraummanagement ein starkes Team, damit die Integration von Menschen, die in Bremen und konkret im Klinikverbund Gesundheit Nord eine neue berufliche Heimat gefunden haben, bestmöglich gelingt. 

Hier geht es zu unserer Kampagnenseite #zeigRespekt

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