Gesundheit Nord Klinikverbund Bremen

Schulstation in der Neurologie: Viele erste Male

Schichtwechsel

Katheter legen, Sonde setzen, Monitorpatienten überwachen - auf der Schulstation in der Neurologie im Klinikum Bremen-Nord haben die Auszubildenden in den ersten Wochen wichtige Erfahrungen gesammelt. Neben dem Neurologie-Team lernten sie dabei auch ein anderes Team des Krankenhauses besonders schätzen - wenn auch etwas unfreiwillig.

Eine Pflegeschülerin versorgt eine Patientin

Drei Wochen ist der Start auf der Schulstation in der Neurologie im Klinikum Bremen-Nord für den Kurs 2024a1 nun her. Und die Liste der Dinge, die die Pflegeauszubildenden in der Zeit zum ersten Mal im richtigen Stationsalltag erleben durften ist lang. "Es gab sehr viele erste Male für uns", sagt die Auszubildende Stina Klein. Den ersten Blasenkatheter legen, einen Magensonde setzen und sogar bei einer Reanimation mithelfen - das alles kannte der Kurs bisher nur aus den Praxiseinheiten im Skills Lab. Nun wurden diese Dinge für die angehenden Pflegefachmänner und -frauen Realität.

"Es ist für glaube ich alle hier eine schöne Erfahrung und es macht Megaspaß hier zu arbeiten", sagt Elias Kruse. Die Vorfreude darauf, auf der Schulstation für fünf Wochen - unterstützt durch Praxisanleiter und Bestandsteam - die Pflege zu übernehmen, sei groß gewesen. Und dann war da noch die besondere Herausforderung, gleich in einem ganz speziellen Bereich des Krankenhauses eingesetzt zu werden. So kümmern sich die Auszubildenden während dieser Schulstation einerseits um Patienten, die nach einem Schlaganfall am Monitor überwacht werden müssen. „Diese Patienten sind nach der Erstversorgung noch nicht so stabil. Es kann also jederzeit zu Situationen kommen, auf die wir als Kurs dann sehr schnell reagieren müssen", sagt Elias Kruse.

Auf dem hinteren Teil warten auf den Kurs ganz andere Fälle. Dort lernen die angehenden Pflegefachkräfte Patientinnen und Patienten mit anderen neurologischen Erkrankungen wie einer Epilepsie oder Morbus Parkinson kennen. So waren sie hier auch schon bei modernen Komplextherapien und Pumpentherapien dabei. "Sicherlich mussten wir uns insgesamt erst einmal einspielen. Aber mittlerweile sind wir viel gefestigter in vielen Tätigkeiten als zuvor", sagt Kruse.

"Wir fühlen uns hier superwohl", sagen auch Alva Antony und Angel Anna George. Nach Meinung der Auszubildenden habe das auch sehr viel damit zu tun, wie sie vom Team der Neurologie aufgenommen wurden. "Wenn wir Fragen haben, dürfen wir die jederzeit stellen", sagt Angel Anna George. "Aber wir bekommen auch den Raum, um zu lernen selbständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen", betont Stina Klein. Besonders aufgefallen habe ihr, dass das interprofessionelle Arbeiten in der Klinik gut funktioniere, also das Zusammenspiel von Pflege, Medizin und Therapieberufen. "Man fühlt sich ernst genommen als Teil des Teams", findet auch Angel Anna George.

Bei Patientenverlegungen oder in der Mittagspause habe man darüber hinaus  auch hin und wieder mal andere Bereiche des Krankenhaus kennengelernt. Vor allem - wenn auch nicht ganz freiwillig – hatten sie Berührungspunkte mit der Zentralen Notaufnahme. Denn während der vielen Schnee- und Eistage in Bremen und umzu seien auch einige aus dem Kurs um den ein oder anderen Glätteunfall nicht herumgekommen – und fanden sich kurzerhand selbst als Patienten in der Notaufnahme wieder. "Deswegen können wir jetzt nicht nur der Neurologie hier ein großes Lob machen", sag Elias Kruse mit einem Schmunzeln. "Sondern wir können auch behaupten, dass das ZNA-Team hier echt super ist." 
 

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